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Wohn- und Geschäftshaus P

In das heterogene Umfeld am Paul-Nevermann-Platz in Hamburg Altona - bestehend aus einem Bestandshochhaus und einer Randbebauung inmitten des langen grünen Platz der Republik und einer derzeit vielschichtigen Erschließung des Bahnhofs Altona - wird ein Ensemble aus ebenso einer Vielschichtigkeit, Spannung und Exponiertheit gesetzt. 

Markantes Element des alles umfahrenden Bandes ist das kräftige 5,00 m hohe Sockelgeschoss, welches mäandernd den vereinheitlichenden Boden für die aufragenden Baukörper eines östlichen Gewerbetrakts und eines westlichen Wohntraktes gibt. Diese zwei Hauptbaukörper sind Holzkonstruktionen in Skelett- (Gewerbetrakt) und Schottenbauweise (Wohntrakt) geplant. Während der Gewerbetrakt mit zweigeschossigen Bankflächen und Arztpraxen sowie Büroflächen in flexiblen Größenordnungen ein breites Angebot ermöglicht, werden im Wohntrakt Sonderformen des Wohnens und eine Hospitzkonzeption umgesetzt und angeboten. 

Die Einbindung der grauen Energie wird bei uns stets ernst genommen, so dass in Ergänzung zu der nachhaltigen Erstellung des Sockels mit vorwiegend Porenbeton und Tonkeramik, in den oberen Geschossen mit einer anderen Grundmaterialität, aber der gleichen Werthaltigkeit und Wertbeständigkeit sowie regionalen Wertschöpfungen weitergebaut wird. Dabei sind die verwendeten einheimischen Hölzer, Arbeits- und Fertigungsmethoden erprobt und durchgängig umweltverträglich und effektiv umsetzbar bezüglich ressourcensparendem Einsatz und kurzer Lieferwege sowie handwerklicher Qualitätsstandards.

Standort
Hamburg
Jahr
2021
Projektteam
Anna Denkeler (Projektleitung), Malte Kurzweg, Sophia Lutz, Andrea Blessing
Visualisierung
Bloomimages