Behutsam eingebettet in die landschaftlichen Gegebenheiten erstreckt sich das Richard-Wossidlo-Gymnasium am östlichen Ortsrand von Ribnitz-Damgarten. Zwischen 1998 und 2003 erhielt die vorhandene Schule Typ „Rostock“ eine mehrteilige, moderne und geradlinige Erweiterung in Stahlbetonskelett- und Massivbauweise.

Während der sanierte, weiß verputzte Altbau die westliche Grenze markiert, wurden ein L- und ein riegelförmiger Baukörper mit ihren dunklen Fassaden aus Faserzementplatten so platziert, dass Alt und Neu ein U-förmiges Ensemble bilden. Das unverbaute Zentrum öffnet sich gen Norden und nimmt den zentralen Pausenhof mit terrassierten Aufenthaltsflächen auf. Die Klassenräume der einzelnen Jahrgangsstufen und die naturwissenschaftlichen Unterrichtsräume sind voneinander getrennt angeordnet. Die Verwaltung und das Sekretariat wurden im EG - direkt zum Pausenhof ausgerichtet - untergebracht.

Imposantes Herzstück des Ensembles ist die gläserne Halle. Hier gehen Innen- und Außenraum fließend ineinander über und scheinen miteinander zu verschmelzen. Es entstehen vielfältige und überraschende Räume und Raumfolgen. Die multifunktionale Halle erschließt alle Gebäudeteile und wird außerdem für Veranstaltungen genutzt.

Im Inneren dominieren teils gelochte Sichtbetonoberflächen und weiß verputzte Wände. Passend dazu: Böden in anthrazitfarbenem und weißem Industrieestrich. Geschickt platzierte hölzerne Oberflächen setzen ergänzend warme Akzente. Aluminiumlamellen und ein in die Fassade integrierter Sonnenschutz spenden Schatten. Ein echter Eyecatcher ist die große Wandscheibe aus perforierten Polycarbonatplatten in der Halle. Hier macht Lernen Spaß!

Standort
Ribnitz-Damgarten
Jahr
1998-2003
Bauherr
Öffentlich
Projektteam
Anette Hähnig (Projektleitung)
Photograf
Alois Kiefer, Lars Wittorf Projekt GmbH
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